Ambivalenz der Macht

Dez. 12 2010

Renaissance der Regeln - Balance der Freiheiten

Nachdem ich vergangenen Freitag und Samstag einen Workshop an der Universität Hannover mit dem Titel “Renaissance der Regeln - Balance der Freiheiten” gegeben habe, passierte auf dem Rückweg folgendes:

Ich steige ins Taxi ein, der Fahrer murmelt mit einem Blick in den Rückspiegel “Festpreis?”. Nach zwei Tagen Workshop mit äußerst reger Diskussion kann ich mich nicht mehr erinnern, was die Hinfahrt kostete, die ganze Situation wirkt sowieso ein bisschen schräg und insofern sage ich: “Danke, mir ist es lieber, Sie machen die Uhr an.”.

Wir stehen im Stau, alles dauert länger als gedacht und kommen ins Gespräch … über mein Workshopthema und auch erneut über den Festpreis. Da wir ohnehin feststecken, krame ich die Quittung der Hinfahrt heraus: 8 Euro. Am Bahnhof angekommen, stelle ich zusammen mit ihm fest, dass er weniger verdient hätte mit seinem Festpreis-Vorschlag und dass Regeln - bei aller Liebe zur Freiheit, die ich hege - durchaus ihre Vorteile haben. Übrigens auch für mich: Der Euro weniger, den ich qua Festpreis gezahlt hätte, hätte mich nicht froher gemacht.

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